KAOLINBERGBAU



Luftbild des Kaolin-Tagebaus in Hirschau-Schnaittenbach
 
Luftbild des Kaolin-Tagebaus in Hirschau-Schnaittenbach
 

Kaolin-Tagebau
 
Kaolin-Tagebau
 

"Monte Kaolino"  Quarzschuttberg
 
Monte Kaolino - Quarzschuttberg
 


Kaolinbergbau

Der Bergbau auf Kaolin, später auch auf Quarz und Feldspat begann im Raum Hirschau - Schnaittenbach bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Kaolin bildete die Rohstoffgrundlage für die Steingut- und Porzellanfabriken. Der Anwendungsbereich der Rohstoffe hat sich im Lauf der Jahre erheblich erweitert. Die Nachfrage ist groß.

Rekultivierung
Riesige Tagebaue und Halden prägen heute die Landschaft. Zwar reichen die Vorräte noch für einige Jahrzehnte, die bereits abgebauten Lagerstättenteile sollen aber nach und nach rekultiviert werden. Die beiden hier tätigen Firmen, Amberger Kaolinwerke Eduard Kick GmbH und Kaolin- und Kristallquarzsand-Werke KG Gebrüder Dorfner, haben ein Rekultivierungskonzept ausarbeiten lassen, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

Der neu gegründete Verein "Zentrum für Naturschutz und Umweltpädagogik" und der Verein der "Freunde und Förderer des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern" bemühen sich, die Rekultivierung zu begleiten.

KunstGipfel
Im Jahr 2000 fand unter der Federfühung dieser Vereine auf dem Wahrzeichen des Reviers, dem Monte Kaolino, einem Berg aus weißem Quarzsand der erste "KunstGipfel" statt. 12 renommierte Künstler aus Ostbayern beteiligten sich an der Aktion mit Objekten, Klangwelten und Licht-Installationen und schufen die viel beachtete "Gipfelkunst".

Geplant: Geologischer Lehrpfad
Ein Geologischer Lehrpfad ist in Planung, der auf einer Kernstrecke von 6 km Länge vom Monte Kaolino nach Schnaittenbach führt. Er soll Einblick geben in den geologischen Rahmen, die Lagerstätten, die Gewinnung der Rohstoffe. Darüber hinaus können die Stadien der Rekultivierung und die Nachfolgenutzung anschaulich erklärt werden.

Geplant: Schaubergwerk
Ziel ist es ferner, ein Schaubergwerk in Schnaittenbach zu errichten, in dem der Wandel in der Gewinnungs-, Förder- und Aufbereitungstechnik an signifikanten Beispielen aufgezeigt werden soll. Mit dem in Hirschau geplanten Freizeitpark würde das "Kaolinrevier" Hirschau - Schnaittenbach, in dem künftig eine Seenlandschaft entstehen soll, erheblich an Attraktivität gewinnen.


"Kunstgipfel" 2000 am "Monte Kaolino"
 
KunstGipfel 2000 am Monte Kaolino
 

Modell der geplanten Seenlandschaft
 
Modell der geplanten Seenlandschaft