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Strom damals - Die Stromgeschichte Ostbayerns Das Strommuseum

Anlässlich
ihres 75-jährigen Firmenjubiläums
im Jahre 1983 hatte die OBAG, heute E.ON Bayern, damit begonnen,
alte Elektrogeräte und deren handgetriebene
Vorgänger aus verschiedenen Epochen
zu sammeln. Entstanden ist eine Dauerausstellung, die
etwas von der Faszination vermittelt,
die Technik zu Zeiten der Strompioniere
ausstrahlte.

Seit 1996 ist die Sammlung im Dachgeschoss
des Polierwerks des Bergbau- und Industriemuseums
der Öffentlichkeit zugänglich.
Wie
es damals war...

Wie war es damals, vor über hundert Jahren,
als Strom noch ein kostbares Gut war,
das nur Wenigen vorbehalten blieb?

Die gute alte Zeit war dunkel, kalt und
unbequem, die Arbeit hart. Und wer sich
wirklich Strom leisten konnte, musste
dafür teuer bezahlen.

Der Waschtag anno dazumal in der dampfenden
Waschküche dauerte von morgens fünf
bis spät in die Nacht. Um Wasch-
oder Badewasser zu erhitzen, musste erst
der Ofen geschürt werden.

Die Arbeit wurde mit der Hand verrichtet
und das Rechnen im Kopf. Es gab weder
elektrisch betriebene Kräne, um schwere
Lasten zu heben, noch Computer, die Rechenvorgänge
verkürzten, und erst recht keine
Maschinen, die Autos bauen konnten.

Auch die "Freizeit" wurde nicht
von Elektronik begleitet. Das Grammophon
etwa, mit dem Uhrfederantrieb, musste
erst mit der Kurbel angeworfen werden,
bevor Musik erklang. Manchmal ging ihm
am Ende der Schellackplatte die Puste
aus - entsprechend verzerrt ertönte
das Orchester aus dem Trichter.
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