
Der
entscheidende Impuls, der den Prozess
der Industrialisierung in der ostbayerischen
Region in Gang setzte, ging von dem seit
der Mitte des 19. Jahrhunderts vorangetriebenen
Eisenbahnbau aus. Er belebte nicht nur
die heimische Stahlindustrie, sondern
förderte darüber hinaus mit
seiner stärkeren Anbindung der Region
an Rohstoffvorkommen und Absatzmärkte
allgemein die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Abteilung zeigt anhand ausgewählter
Bereiche verschiedene Gesichtspunkte von
150 Jahren Industrialisierung. Im Mittelpunkt
stehen dabei Produktionsabläufe und
-techniken sowie deren Wandel im Zuge
fortschreitender Rationalisierung.

Es werden verschiedene Verfahren der Stahlerzeugung ebenso erläutert
wie die Entwicklung der Metallverarbeitung
oder des Druckgewerbes.

Neben der Darstellung der Produktion -
vermittelt durch Maschinen, Geräte,
Modelle und Erzeugnisse - werden auch
die Auswirkungen auf den Wandel im Alltag
gezeigt. Im spannungsreichen Nebeneinander
von simplen Gebrauchsgegenständen
des 19. und 20. Jahrhunderts entsteht ein Panorama
der Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Ostbayerns von etwa 1800 bis heute. Die
Offenheit der Entwicklung findet ihre
Entsprechung im aktuell veränderbaren
Schluss der Ausstellung.